Türken toleranter als Deutsche?
Verfasst am 30. März 2007 von kc
Die Islamophopie greift Tag für Tag um sich. Da ist es beinahe schon ungewöhnlich über Menschen mit muslimischem Glauben positive Artikel im Internet zu lesen.
Mario Diel, 39 Jahre und Deutscher, pendelt seit 10 Jahren aus beruflichen Gründen zwischen der Türkei und Deutschland hin und her, ist mit einer türkischen Frau verheiratet und berichtet über seine Erfahrungen, die er in all den Jahren über die Türken und ihre Mentalität gemacht hat. Hauptmerkmal seines aktuellen Beitrags ist die Toleranz und die Akzeptanz der Menschen in der Türkei gegenüber Fremden.
Man kann zu ihnen kommen, wenn man Probleme hat, ohne Angst zu haben, dass einem diese Offenheit einmal zum Problem gereichen könnte. Teilen mit mir meine Schmerzen, wenn ich Kummer habe, sie weinen mit mir, wenn mir oder meiner Familie schlimmes widerfährt. In der Türkei braucht man keine Angst zu haben, sich seiner Tränen zu schämen, denn die Türken sind sehr emotional und stehen auch dazu.
Vielleicht sollten wir einfach voneinander abgucken und lernen zu verstehen, anstatt uns selbst zu blockieren und uns den Umgang mit anderen Kulturen erschweren.
Setzt den Artikel hier einfach fort, wenn Ihr alle von Mario genannten Punkte lesen möchtet.
- Die Türken, die ich kennen lernen durfte, hatten nie ein Problem damit, dass ich Deutscher bin. Es war nie ein negativ besetztes Gesprächsthema, dass ich mit einer Türkin verheiratet bin. Im Gegenteil, ich war sofort der „Eniste“ (Schwager).
- Das ich Christ bin und die Türken Muslime? Das war nie ein Problem. Zuallererst sind wir Menschen, die unterschiedliche Hintergründe, Erziehung, Kultur und Mentalität besitzen.
- Natürlich diskutieren wir das ein und andere Mal über Religion. Auch darüber, dass alle Muslime unter einem Generalverdacht stehen, radikal und gar fundamental seien. Aber diese „Vorwürfe“ sind haltlos und haben mit der tatsächlichen Realität nichts gemein.
- Wir begegnen uns mit Respekt und Interesse für den jeweils anderen. Aber immer vorurteilsfrei.
- In Moscheen bin ich selbstverständlich von meinen Freunden eingeladen worden. Kam es dort zu radikalen Äusserungen oder gar Versuchen mich zu missionieren? Nein, niemals. Im Gegenteil, ich traf auf interessante Menschen und spannende Themen, die es sich lohnte zu diskutieren.
- Werde ich von den mir bekannten Türken zu sich nach Hause eingeladen? Aber selbstverständlich, die so oft zitierte Gastfreundlichkeit wird hier par excellance celebriert. Und ich bin zu jeder Zeit willkommen und muss mich nicht sechs Wochen vorher anmelden, so wie es mir in Deutschland eher üblich zu sein scheint.
- Haben Türken ein Problem damit, dass ich Alkohol trinke? Aber nein, sie trinken mit. Und wer keinen Alkohol trinkt (viele sind mir allerdings nicht bekannt):-)) der hat kein Problem damit, wenn ich selbigen zu mir nehme.
- Sie teilen mit mir ihre so geliebte türkische Vorspeise (Meze), leihen mir ihr Auto, wenn es sein muss, fahren mit mir gemeinsam in Urlaub, freuen sich, wenn meine deutschen Freunde mich in der Türkei besuchen und nehmen diese direkt in ihren Freundeskreis auf.
- Man kann zu ihnen kommen, wenn man Probleme hat, ohne Angst zu haben, dass einem diese Offenheit einmal zum Problem gereichen könnte. Teilen mit mir meine Schmerzen, wenn ich Kummer habe, sie weinen mit mir, wenn mir oder meiner Familie schlimmes widerfährt. In der Türkei braucht man keine Angst zu haben, sich seiner Tränen zu schämen, denn die Türken sind sehr emotional und stehen auch dazu.
- Ist es schwierig in der Türkei wahre Freunde zu finden? Nein, ich habe bereits aufgehört zu zählen und meine Freundschaften zählen ein ganzes Leben lang.
- Bin ich bei den Familien meiner Freunde gerne gesehen? Aber natürlich, ich bin direkt der „Eniste“ (Schwager), „Abi“ (Bruder) oder „Dostum“ (Freund).
- Haben die Türken ein Problem damit, dass mein türkisch eher rudimentär ausgeprägt ist? Aber nein, im Gegenteil sie freuen sich, wenn ich ein paar „Brocken“ zum Besten gebe und sind vielmehr daran interessiert mir ihre Fremdsprachen Kenntnisse wohlzufeilen.
- In Deutschland habe ich allerdings den Eindruck, dass man vom gebürtigen Türken verlangt einen Wortschatz an Deutscher Sprache vorweisen zu können, der den gesamten Inhalt des Duden bei weitem übersteigt und dann noch diesen Wortschatz in eine Reihenfolge zu bringen hat, die mindestens dem Niveau eines Grammatik Professors oder ähnlichem gleich kommt
- Nur in einem Punkt, da sind die Türken absolut nicht tolerant: Wenn ich nicht Fan, des aus ihrer Sicht „richtigen“ Fußballclubs“, bin. Denn bei der Frage ob Fenerbahce Istanbul, Galatassary oder Besiktas Istanbul scheiden sich mehr als nur die Geister
- Resümierend kann ich also sagen: Die Türken sind mit die tolerantesten Menschen, die ich je kennen gelernt habe. Wir Deutsche sollten bisweilen auch das ein und andere Mal innehalten, wenn es wieder darum geht die Türken und die Türkei, Muslime und deren Religion zu „verurteilen“ und mit Vorurteilen zu „torpedieren“.Denn nur weil einem etwas fremd erscheint, muss es ja nicht gleichzeitg schlecht sein. Im Gegenteil, dass Kennen lernen von neuen Kulturen, ist immer bereichernd, gerade in Zeiten einer sich rasant entwickelnden Globalisierung und der Angst vor einem „Clash of Cultures“. Vieles wird hier sehr viel heißer gekocht, als in Wirklichkeit gegessen.
ich glaube da vergisst du zwei dinge:
1. Massenansammlung von fremde Kulturen die sich nicht intergrieren wird in keinem Land gern gesehen!
2. kann man Menschen(-gruppen) nicht vergleichen. “Der Deutsche” den vielleicht einige Spanier/Mallorcer kennen ist sicherlich um einiges “Assiger” als der Deutsche im Durchschnitt hierzulande.
@guwapo
nun, was die integration der türkischen mitbürger seit ihrer einwanderer anfang der 70er jahre angeht, so hat sicherlich auch die regierung eine grosse rolle gespielt. sicherlich gibt es sehr viele, die sich nicht “integrieren” konnten, aber ich behaupte mal, dass diese leute die minderheit sind und wenn es dann um dieses thema geht, immer diese minderheit in den vordergrund gerückt wird.
zu deinem zweiten punkt:
ja, da hast du recht, aber in diesem artikel ging es ja um die türken und um die deutschen aus der sicht eines deutschen mannes, der seit 10 jahren zwischen diesen ländern hin und her pendelt und deswegen kann er diesen vergleich ja ruhig ziehen.
generell gebe ich dir aber recht. jedoch sind die ursachen nicht immer bei den einwanderern zu suchen …
Two new studies show why some people are more attractive for members of the opposite sex than others.
The University of Florida, Florida State University found that physically attractive people almost instantly attract the attention of the interlocutor, sobesednitsy with them, literally, it is difficult to make eye. This conclusion was reached by a series of psychological experiments, which were determined by the people who believe in sending the first seconds after the acquaintance. Here, a curious feature: single, unmarried experimental preferred to look at the guys, beauty opposite sex, and family, people most often by representatives of their sex.
The authors believe that this feature developed a behavior as a result of the evolution: a man trying to find a decent pair to acquire offspring. If this is resolved, he wondered potential rivals. Detailed information about this magazine will be published Journal of Personality and Social Psychology.
In turn, a joint study of the Rockefeller University, Rockefeller University and Duke University, Duke University in North Carolina revealed that women are perceived differently by men smell. During experiments studied the perception of women one of the ingredients of male pheromone-androstenona smell, which is contained in urine or sweat.
The results were startling: women are part of this repugnant odor, and the other part is very attractive, resembling the smell of vanilla, and the third group have not felt any smell. The authors argue that the reason is that the differences in the receptor responsible for the olfactory system, from different people are different.
It has long been proven that mammals (including human) odor is one way of attracting the attention of representatives of the opposite sex. A detailed article about the journal Nature will publish.